Hintergründe zum Projekt

Im Rahmen des Regionalmanagements Raiffeisen-Region wurde Ende 2009 das Projekt „Ältere Menschen“ gestartet. Auf Basis eines Workshops mit regionalen Akteuren und verschiedenen Informationsveranstaltungen wurden von der begleitenden Arbeitsgruppe folgende drei wichtigste Arbeitsfelder für ältere Menschen in der Raiffeisen-Region definiert:

  • Herausgabe eines Seniorenwegweisers
  • Alternative Mobilitätsangebote
  • Aufbau eines Ehrenamtsnetzwerks

Zur Verbesserung der Information über verschiedene Angebote und Kontakte für ältere Menschen, wie Beratung, Gesundheit, Pflege, Freizeitgestaltung und sonstige Kontakte, wurde Anfang 2011 in jeder der vier Verbandsgemeinden ein Seniorenwegweiser Raiffeisen-Region heraus gegeben 
(siehe unter Beratung und Information).

Die Seniorenwegweiser wurden als Beilage in den Mitteilungsblättern der Verbandsgemeinden in jeden Haushalt zugestellt und liegen darüber hinaus in den Verbandsgemeinden aus.


Das Arbeitsfeld „Alternative Mobilitätsangebote“ wurde im Wesentlichen vom Vorstand im Regionalmanagement in Kooperation mit dem Landesbetrieb Mobilität, Koblenz sowie dem Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur (ISIM, ehemals MWVLW) vorangetrieben.

Im Herbst 2012 wurden in allen vier Verbandsgemeinden sogenannte Ruf-Taxi-Linien in Ergänzung zum regulären ÖPNV angeboten (siehe unter Projekt Ruftaxi-Linien). Die Ruf-Taxi-Linien sollen zunächst für eine Probephase von ca. einem halben Jahr angeboten werden. Je nach Nachfrage sollen die Konzessionen dann verlängert oder nicht mehr beantragt werden.


Zum Aufbau eines Ehrenamtsnetzwerks in der Raiffeisen-Region wurde Ende 2010 das Projektteam „Ehrenamt von und für ältere Menschen“ mit ca. 15-20 engagierten Akteuren aus allen vier Verbandsgemeinden der Raiffeisen-Region gegründet.

Für ein Ehrenamtsnetzwerk wurden auf Basis einer Bedarfsermittlung zunächst Ziele formuliert und notwendige Maßnahmen abgeleitet.

Um die Arbeit des Projektteams Ehrenamt auch über das Ende 2011 abgeschlossene Regionalmanagement hinaus zu gewährleisten und zu vertiefen, wurde ein Antrag zur Förderung der weiteren Umsetzung bis 2013 gestellt.


 

Im Rahmen dieser Umsetzungsphase in 2012 fanden folgende Aktionen und Veranstaltungen in den Verbandsgemeinden statt:

  • Informationsveranstaltungen zum geplanten Ehrenamtsnetzwerk
  • „Markt der Möglichkeiten“ – Darstellung regionaler Angebote für ältere Menschen
  • Zukunftswerkstätten mit Akteuren aus den Verbandsgemeinden


Informationsveranstaltung Puderbach am 18.04.2012

 
„Markt der Möglichkeiten“ in Puderbach am 03.06.2012


Zukunfstwerkstatt Puderbach am 27.04.2012 in Steimel


Zukunftswerkstatt in Rengsdorf am 15.06.2012


Zukunftswerkstatt in Flammersfeld am 23.06.2012


Zukunftswerkstatt in Dierdorf am 26.10.2012


Im  Projektteam wurde auch immer wieder die Gründung von Seniorenbeiräten thematisiert. Der bereits seit 10 Jahren existierende Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Rengsdorf sowie die Mitwirkung der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz im Projektteam gaben entsprechende Impulse und Unterstützung, sodass engagierte Akteure in den Verbandsgemeinden Flammersfeld und Dierdorf parallel die Gründung von Seniorenbeiräten vorantrieben:


Ebenfalls im Projektteam diskutiert und schließlich federführend über die Verbandsgemeinde Puderbach vorangetrieben, wurden in 2012 sogenannte SeniorTRAINERInnen (siehe unter Beratung und Information) akquiriert und in landeseinheitlichen Schulungen qualifiziert. Seit Ende 2012 sind in der Raiffeisen-Region insgesamt 4 SeniortrainerInnen aktiv.

SeniorTRAINERinnen sind ältere Menschen, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen ehrenamtlich in die Gesellschaft einbringen. Dies können ehrenamtliche Aktivitäten sein wie: Nachbarschaftshilfen und Besuchsdienste,  Patenschaften wie z.B. Schul- oder Berufswahlpaten, Lesepaten,  Lokale u. regionale Netzwerke, Aktions- oder Selbsthilfegruppen, Freizeitangebote für unterschiedliche Zielgruppen, Bürgerbeteiligungsprojekte etc. Sie stehen darüber hinaus in der Raiffeisen-Region auch als Ansprechpartner für Senioren bereit.


Zur Stärkung des Ehrenamtsnetzwerks hat sich die Verbandsgemeinde Puderbach zum Ziel gesetzt, sogenannte „Kümmerer“ (siehe unter Verbandsgemeinde Puderbach) vor Ort zu etablieren, die Anfang 2013 von den Ortsgemeinden benannt wurden. Insgesamt 12 Kümmerer stehen seitdem als Ansprechpartner für die Belange älterer Menschen vor Ort bereit. In den übrigen Verbandsgemeinden Dierdorf, Flammersfeld und Rengsdorf werden diese Aufgaben i.d.R. von den Mitgliedern der Seniorenbeiräte übernommen, die jeweils in ihren Ortsgemeinden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.